Das SEPA-Verfahren erklärt

SEPA-Verfahren

Der einheitliche
Zahlungsverkehr in Europa

Früher hatte jedes Land in Europa seine eigenen Regeln im Zahlungsverkehr. Das ist zum Glück vorbei. Heute sind auch Überweisungen und Lastschriften in ganz Europa so einfach zu regeln wie innerhalb Deutschlands. Was das genau bedeutet und was sich durch SEPA für Sie verändert, erfahren Sie auf dieser Seite.


Was ist SEPA?

Wofür steht die Abkürzung SEPA? Ab wann gilt die Umstellung auf den einheitlichen Zahlungsverkehr und welche Länder bilden den SEPA-Raum? Mehr ...

Welche Änderungen
gibt es?

Was sind IBAN und BIC? Wie verändern sich Überweisungen und Einzugsermächtigungen und was bedeutet das für Sie als Kunde? Mehr ...

Häufig gestellte
Fragen

Ist noch eine Frage offen? Hier finden Sie detaillierte Antworten auf ausgewählte Fragen rund um das Thema SEPA. Mehr ...


Was ist SEPA?

Der europäische Zahlungsstandard

Die EU-Staaten und weitere europäische Länder haben einen gemeinsamen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payment Area: SEPA) gegründet und sich auf einheitliche Standards im Zahlungsverkehr geeinigt.
Seit dem 1. Februar 2014 sind diese Standards verpflichtend für alle teilnehmenden Länder und gelten sowohl bei privaten als auch bei geschäftlichen Transaktionen. Es gibt eine Übergangszeit bis zum 1. Februar 2016. Ab diesem Tag muss der Zahlungsverkehr in Deutschland und im restlichen Europa verbindlich über SEPA abgewickelt werden.

Innerhalb des SEPA-Raums sind bargeldlose Zahlungen per Überweisung oder Lastschriftverfahren genauso ein- fach wie im Inland. Voraussetzung: Die Zahlungen erfolgen in Euro. Dies gilt auch, wenn sie in Länder erfolgen, die eine eigene Landeswährung haben (z. B. Großbritannien, Schweiz).

Der SEPA-Raum

Der SEPA-Raum besteht aus allen Ländern der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) sowie der Schweiz, Monaco, San Marino und den französischen Überseegebieten Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon.

Neue EU-Mitgliedsländer (z. B. Kroatien seit 1.7.2013) sind verpflichtet, SEPA bis spätestens 31.10.2016 einzuführen, sofern sie nicht am Stichtag 31.10.2015 den Euro als Landeswährung führen.

Welche Änderungen gibt es?

Die Änderungen im Überblick

  • Die bisherigen nationalen Kontonummern und Bankleitzahlen werden durch die internationale Bankkontonummer IBAN und den internationalen Bank-Identifizierungscode BIC ersetzt.
  • Für Privatkunden verliert der BIC in Zukunft an Bedeutung. Nationale Zahlungen können zukünftig nur mit Ihrer IBAN beauftragt werden, denn durch das sog. IBAN-only-Verfahren wird der BIC von den Banken automatisch zugesteuert. Für alle internationalen Zahlungen muss der BIC allerdings angegeben werden.
  • Eine SEPA-Überweisung unterscheidet nicht zwischen nationalen und internationalen Gebühren. Für den Euro-Zahlungsverkehr innerhalb des SEPA-Raums fallen also keine zusätzlichen Gebühren für Überweisungen ins Ausland an.
  • Alle Formulare, gedruckt oder online, werden entsprechend geändert, sodass Sie genau erkennen können, was Sie in welches Feld eingeben müssen.
  • Statt einer Einzugsermächtigung ist zukünftig ein Lastschriftmandat erforderlich.
  • Bei Kartenzahlungen entstehen keine Änderungen. Sie können Ihre Barclaycard Kreditkarte wie gewohnt verwenden.

Was sind IBAN und BIC?

IBAN und BIC entsprechen Kontonummer und Bankleitzahl. IBAN steht für International Bank Account Number, BIC für Business Identifier Code.

Ihre IBAN setzt sich wie folgt zusammen:

  • 2-stelliges Länderkennzeichen (DE für Deutschland)
  • 2-stellige Prüfziffer, mit deren Hilfe Zahlendreher erkannt werden, damit der Auftrag zu Ihrem Schutz nicht ausgeführt wird
  • Ihre Bankleitzahl (8-stellig)
  • Ihre Kontonummer (10-stellig)

Der BIC setzt sich aus Kennbuchstaben für Bank, Land (DE für Deutschland), Ort oder Region Ihrer Bank und ggf. Filiale zusammen.






IBAN und BIC

Das Lastschriftmandat

Das Lastschriftmandat wird vom Zahlungsempfänger grundsätzlich in schriftlicher Form ausgestellt. Der Zahlende füllt es aus und unterschreibt es.

Das Lastschriftmandat enthält eine Gläubiger-Identifikationsnummer und eine Mandatsreferenz (ähnlich einer Rechnungsnummer). Sie dienen der eindeutigen Identifizierung des Lastschriftmandats (also der Erlaubnis zum SEPA-Lastschrifteinzug).

  • Ersetzt die bisherige Einzugsermächtigung
  • Erlaubt dem Zahlungsempfänger, fällige Beträge einmal oder mehrfach
    per Lastschriftmandat von einem bestimmten Konto einzuziehen
  • Beauftragt gleichzeitig die Bank des Zahlers, dieses Konto in entsprechender Weise zu belasten
  • Weist den Zahlungsempfänger bei jeder Kontobelastung als berechtigt aus
  • Erlaubt dem Zahler, die Bewegungen auf seinem Konto leicht zu kontrollieren


Was ändert sich für Barclaycard Kunden?

  • Für Barclaycard Kunden gibt es nur zwei Veränderungen. Sie verwenden in Zukunft:
    – IBAN statt Kontonummer
    – SEPA-Lastschriftmandat statt Einzugsermächtigung
  • Alle Zahlungsvorgänge erfolgen so einfach wie bisher.
  • Barclaycard wird Ihre Überweisungen und Lastschriften im SEPA-Verfahren für Sie abwickeln, d. h. mit IBAN und soweit nötig BIC.
  • Im Zuge der Umstellung müssen Sie nichts unternehmen. Sie können Ihre Barclaycard Kreditkarten im gesamten SEPA-Raum genauso einsetzen wie im Inland.
  • Die Gebühren für SEPA-Transaktionen entsprechen den Gebühren, die Sie für Ihre innerstaatlichen Transaktionen bezahlen – es entstehen keine Zusatzkosten für ausländische SEPA-Transaktionen.

Häufig gestellte Fragen

Von unseren Experten beantwortet

  • Wo finde ich ein Formular für ein Lastschriftmandat?

    Ein Formular zur Beantragung eines Lastschriftmandats finden Sie hier.
    Auf telefonische oder schriftliche Anfrage senden wir Ihnen einen vorausgefülltes Lastschriftmandat zu, das Sie dann nur noch unterschreiben und an Barclaycard zurückschicken müssen.

  • Was ist eine Mandatsreferenz?

    Die Mandatsreferenz wird vom Zahlungsempfänger individuell vergeben. Sie darf bis zu 35 Zeichen enthalten (Ziffern und Buchstaben) und sollte immer nur einmal vergeben werden. Verbraucher können anhand der Mandatsreferenz im Buchungstext nachvollziehen, welchen Gegenstand oder welche Dienstleistung sie mit dem jeweiligen Lastschrifteinzug bezahlen. Sie finden Ihre Barclaycard Mandatsreferenz nach der Umstellung auf SEPA auf Ihrer Kontoübersicht.

  • Was ist die Gläubiger-Identifikationsnummer?

    Alle Zahlungsempfänger im SEPA-Lastschriftverfahren benötigen eine Gläubiger-Identifikationsnummer (kurz: Gläubiger-ID). Sie dient dazu, den Zahlungsempfänger eindeutig zu identifizieren – sowohl gegenüber dem zahlenden Finanzdienstleister als auch gegenüber dem Verbraucher. Sie ist im gesamten SEPA-Raum gültig.

    Die Gläubiger-ID setzt sich wie folgt zusammen:
    – 2-stelliger Ländercode (DE für Deutschland)
    – 2-stellige Prüfziffer
    – 3-stellige Geschäftsbereichserkennung (nur für den internen Gebrauch des Gläubigers relevant)
    – 11-stelliges nationales Identifikationsmerkmal für den Gläubiger

    Die feste Gläubiger-ID von Barclaycard lautet DE04ZZZ00000001740.

Rechtliche Informationen

Geschäfts- und Versicherungsbedingungen zu unseren Krediten und Kreditkarten-Produkten sowie weitere Informationen und Formulare finden Sie hier.